DevOps-Lexikon: Das Andon-Cord

Zuerst lösen wir in diesem Post, warum es “Das” Andon-Cord heißen muss. Andon ist japanisch und steht für „zur Lampe gehen“.  Cord kommt aus dem englischen und wird mit Kabel übersetzt. Damit ist der Artikel im deutschen sächlich.

Das Andon-Cord

Jetzt aber zum Wesentlichen: Das Andon-Cord stammt wie viele Praktiken bei DevOps von Toyota. Dort möchte man bei Abweichungen von Arbeits- und Qualitätsnormen sofort darüber Bescheid wissen. Darum sind alle Bandarbeiter in der Produktion dazu verpflichtet, das Andon-Cord zu ziehen. Tatsächlich handelt es sich heute vielfach um ein über den Köpfen der Arbeiter hängendes Kabel, dass mit einer Lampe verbunden ist.

Arbeiter mit Andon-Cord c by Marc Graban
Arbeiter mit Andon-Cord c by Marc Graban

Die leuchtende Lampe sagt dem Vorarbeiter, dass ein Problem vorliegt und er reagieren muss. Dazu hat er bei Toyota unter eine Minute Zeit. Kann er das Problem nicht lösen, stoppt das gesamte Band. Und zusätzlich werden nun alle Mitarbeiter des Bandes zusammen gerufen, um das Problem zu lösen.

Diese Technik wird Umschwärmen des Problems genannt und dürfte uns recht teuer und aufwändig erscheinen.

Es gibt aber genug Vorteile aus dem Konzept, wie die Verhinderung, dass sich das Problem nach hinten fortsetztet und damit  Kosten und Aufwand zum Reparieren exponentiell steigen und sich technische Schulden ansammeln.

Schema Andon-Cord

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